Natürlich laufen: Marathonerfahrungen mit Barfußschuhen
Mit Barfuß-Gefühl durch die Weinberge laufen
Feedback von Thomas Schöneberg
In diesem Jahr ging es erstmalig in leguanos an den Start. Ausgestattet mit dem Modell aktiv startete ich die 21 km des Halbmarathons zunächst gemütlich an der Ahr entlang. Nach rund 6 km wurde die erste Genussstation angelaufen. Bis hierhin konnten sich die Füße in den ultrabequemen und leichten Schuhen optimal auf asphaltiertem Untergrund warmlaufen, bevor es dann die Steigung hinauf ging zum Rotweinwanderweg. Dort konnten die Barfußschuhe dann zeigen, was sie können, denn diese Route variierte zwischen asphaltierten, geschotterten und grobsteinigen Abschnitten – und das Ganze bei ständigem Auf und Ab in den Weinbergen.
Dass so manch eine Teilstrecke zwischen den fünf weiteren Stationen dabei den Füßen Einiges abverlangte, war Teil des lebendigen Laufgefühls, dass der Halbmarathoni nicht missen mochte. Der klare Bodenkontakt war meistens angenehm (Ausnahme bildeten grobe spitze Steine, die einen gezielten Fußaufsatz erforderten), aber auf jeden Fall immer gut kontrolliert.
Vereint mit tollen Aussichten, überraschenden Probierstopps mit Wein und Häppchen sowie der fröhlichen Stimmung auf der Strecke bildeten die leguano-Kilometer ein rundes Gesamtpaket zum Wohl von Geist und Körper inkl. Füßen.
Und da es bei einem derartigen Genusslauf nicht so sehr auf die Zeit ankommt, wurde der Zieleinlauf nach rund 3 Stunden entspannt und mit einem guten Barfußgefühl zu einem Höhepunkt des Tages.
Das Laufgefühl mit leguano Schuhen ist gigantisch
Kundenmeinung von Dr.med. H.-M. G.
Das Laufgefühl ist mit den Schuhen gigantisch, nach vielen gelaufenen Marathons komme ich jetzt wieder an einen Punkt, das Laufen, das geschützte Barfußlaufen, für mich neu zu entdecken.
Geschütztes Barfußlaufen
Die Sohlen schirmen spitze Steine, Splitter etc. sehr gut ab und vermitteln trotzdem einen direkten Kontakt zum Boden – wie beim Barfußlauf halt. Die Muskelbeanspruchung ist anders als in Schuhen, vor allem musste sich die Wadenmuskulatur umgewöhnen. Die Sohle hat nach jetzt ca. 200 km keinen Kratzer …
42 Kilometer Marathon in Barfußschuhen um den Gardasee
Feedback von Pius F.
Sonntag 3. April 2022, 13:43 Uhr in Italien: Mein Vater und ich haben es geschafft und sind erfolgreich am Ziel des Marathons am Gardasee angekommen. Insgesamt haben wir dafür 4 Stunden und 43 Minuten gebraucht und ich bin ihn wie geplant komplett in leguanos gelaufen.
Unser Ziel war es, den gesamten Marathon zusammen zu laufen und gut durch zu kommen. Das haben wir erreicht und sogar in unter 5 Stunden. Ab km 25 taten meine Füße und Knöchel schon ordentlich weh, aber das Adrenalin und die schöne Landschaft haben es wieder gut gemacht. Die letzten 2 km waren die Hölle – aber das ging allen so.
Zwei Tage später konnte ich auch wieder ganz normal laufen und meine Frau und ich haben in unseren neuen leguanos noch ein paar Wanderungen durch Ligurien gemacht.
Hamburger Marathon - schneller denn je
Erfahrungsbericht von Uli
Nach 20 Jahren Laufen wurde meine Laufkarriere zunehmend zu einer Leidenskarriere (Hamstrings- und Schollenmuskelschmerzen nach 10 Km). Bei der letzten Kriwat-Laufbandanalyse hiess es dann aber plötzlich: Barfuß laufen Sie besser als mit Schuhen und Einlagen!
Ein Barfußschuh-Erfahrungsbericht
Also habe ich Neutralschuhe gekauft und habe ab und zu ein paar Km barfüßig eingeschoben. Als es kälter wurde habe ich es mit Neopren-Surfschuhen versucht, aber die gaben mehr Halt als erwünscht und einfach ist es auch nicht da rein und raus zu kommen.
Als ich dann letztes Jahr die Startunterlagen für den HH-Marathon abholte, stolperte ich in die Leguanos. Zum Glück hatte ich einen kleinen Trainingsvorteil, da ich auf der südlichen Halbkugel schon diverse Km am Strand barfüssig gelaufen war, aber bei unseren harten Böden blieben die Anpassungen, besonders der Waden nicht aus.
Schon bein ersten Halbmarathon bin ich in leguanos schneller unterwegs gewesen
Mit vielen Übungen an der Treppenstufe konnte ich den Anpassungsprozess verkürzen und bin schon im Juni den ersten Halbmarathon in einer für mich unerwartet guten Zeit gelaufen. Ich hatte die Investition vor allem getätigt um weniger Schmerzen und endlich wieder mehr Spass am Laufen zu haben. Den Versprechungen „Sie werden schneller und ausdauernder werden“ habe ich prinzipiell misstraut. ‚Haupthobbymäßig‘ bin ich ja Triathlet, aber jetzt lief ich die 10 Km im Olympischen Triathlon fast in der Geschwindigkeit wie sonst einen reinen LaufZehner. Und die Zeit in der Wechselzone war auch kürzer.
Neues Ziel: Der Marathon in Hamburg – in Leguanos
Auch bei Crossläufen ging alles gut und sogar den Adventslauf um den Ratzeburger See habe ich in einer sehr guten Zeit absolviert. Gut, die Waden und Sprunggelenke habe ich noch eine Woche verspürt, aber damit war das Ziel klar: Der Marathon Hamburg in Leguanos.
Wenn der Marathon auf Asphalt gelaufen wird, so muss auch das Training auf Asphalt gelaufen werden, sonst kann man die Dämpfungsmuskulatur und den richtigen ‚DämpfungsStil‘ nicht trainieren. Wenn ich die Km vom Kauf Ende Mai 2011 bis zum Marathon am 29.04. 2012 hoch rechne komme ich auf mindestens 1.500 Km, wenn nicht noch mehr. Dabei ist mein Stil noch längst nicht perfekt, da ich noch zu stark über die Hacke abrolle. Aber die Lauf’Socken‘, die laut Aussage des Verkäufers 800 Km halten sollten haben nicht nur mehr als doppelt so lange gehalten (und halten noch), sondern haben auch diverse Waschgänge (40 °C Sportwäsche + Trockner) sehr gut überstanden.
Alle meine alten Laufschuhe stehen seitdem ungenutzt im Schrank. Die Skeptiker sagen immer wieder man solle abwechseln, aber warum? Die Tarahumara mögen vielleicht auch ihre Huaraches wechseln, aber die sehen doch jedes mal gleich aus. Den Winter über habe ich wasserfeste Socken druntergezogen. Etwas was mit minimalistischen Schuhen oder sonstigem natural-running Schnickschnack gar nicht möglich wäre, es sei denn man hat die Schuhe in diversen Grössen. Die Leguanos sind da flexibel und leiern auch nicht aus.
Achja, den HH-Marathon bin ich trotz leichter Erkältung in 3.44:33 gelaufen. 18 Minuten schneller als letztes Jahr in Nike free 5. Das lag sicher nicht nur an der Hitze des letzten Jahres und der guten Vorbereitung in diesem Jahr.