Barfußlaufen - Die natürlichste Sache der Welt

Natürliches Laufen neu entdecken: sich so bewegen, wie unsere Vorfahren es taten

Gehen/Laufen ist die einfachste und natürlichste Sache der Welt. Es hält fit, jung und den gesamten Bewegungsapparat gesund. Doch nur dann, wenn wir uns auf natürliche Weise bewegen, nämlich barfuß! Eine deutsch-südafrikanische Studie aus dem Jahr 2018 hat ermittelt, das mit dem Barfußlaufen bereits im Kindesalter begonnen werden sollte. Denn das Barfußlaufen hat großen Einfluss auf die Fußentwicklung, das Gangbild und die körperlichen Leistungsfähigkeit, folgerten die Experten aus den Ergebnissen.

Laufen wir Menschen hingegen in festen, steifen Schuhen können sich häufig Verletzungen in den Füßen, im Knie-, Hüft- und Rückenbereich einstellen. Wer von diesen Verletzungen betroffen ist, weiß um die Schmerzen, um die Einschränkung der Beweglichkeit und die ungünstigen Prognosen für einen Heilungsverlauf.

Jedes Jahr werden mehr als 500.000 Operationen alleine an Knie, Hüfte und Rücken vorgenommen

Immer wieder zeigt sich, dass die Informationen über die Ursachen dieser plagenden Zivilisationskrankheiten nicht oder nicht richtig erkannt werden. Die Schuhsohle wirkt durch ihre Inflexibilität wie eine Gipsschiene, wodurch nahezu die gesamte Fußmuskulatur »außer Betrieb« gesetzt wird. Dadurch können die Muskeln den Fuß nicht mehr in seiner ursprünglichen, dreidimensionalen Form halten, weshalb der Fuß im wahrsten Sinne des Wortes »zusammenbricht«. Die Folgen sind hinlänglich bekannt und gehören zu den häufigsten Zivilisationskrankheiten: Plattfuß, Senk-, Knick- oder Spreizfuß, Hallux valgus (Deformierung des Großzehengrundgelenkes) bis hin zu Fersensporn und Achillessehnenproblemen.

Der Lauf- und Gehstil zwingt uns außerdem dazu, mit der Ferse aufzusetzen, wodurch bei jedem Schritt Erschütterungen erfolgen, die bis in den Kopf zu spüren sind. Der Absatz unter den Schuhen soll diese Punktbelastung abfedern, führt seinerseits aber dazu, dass sich die gesamte Körperhaltung nachteilig verschiebt
  • FUß: Da im Fuß über den Unterschenkel der komplette restliche Körper gelagert ist, verändert sich mit der Veränderung der Füße auch der Auflagepunkt des Unterschenkels im Sprunggelenk. Das bewirkt wiederum, dass der Unterschenkel im Knie nun nicht mehr in der richtigen Position »ankommt«. Die veränderte Unterschenkellage behindert die Arbeitsweise der Muskulatur, von der Medizin richtigerweise als »muskuläre Dysbalance« diagnostiziert. Die Folgen sind der bekannte »Gelenkverschleiß«, Arthrose, jahrelange Schmerzen bis hin zur Operation und einem neuen künstlichen Kniegelenk.
  • KNIE: Was nun im Knie »nicht mehr stimmt«, kann logischerweise in der Hüfte ebenfalls nicht mehr stimmen, denn die Fehlstellungen setzen sich durch den ganzen »Bewegungsapparat« fort. Es ist wie bei einem Haus, das in ein Sumpfgebiet gebaut wurde, ohne dass eine Gründung des Fundamentes erfolgte. Es wird irgendwann schief stehen und zum Wohnen nicht mehr geeignet sein.
  • HÜFTE: Auch für die Hüfte gilt das vorstehend Gesagte: Zunächst sind es fast unerträgliche Schmerzen, dann die Arthrose, bis eines Tages zunächst eine Hüfte operativ erneuert werden muss und wenige Jahre später die zweite. Da die Biomechanik völlig »aus dem Lot« ist, setzt sich dies über den Rücken – der auch nichts weiter ist als eine Folge von Gelenken – fort und führt dort zu der Volkskrankheit Nr. Eins: den berüchtigten Rückenschmerzen und Bandscheibenvorfällen.
Wer sich gesund und schmerzfrei bewegen will, sollte den Weg zurück zu einer natürlichen Bewegung finden, sollte die Fußmuskulatur reaktivieren und so oft wie möglich barfuß laufen. Eine Hilfe dabei sind unsere leguano Barfußschuhe, die dem Fuß wieder die volle Bewegungsfreiheit zurückgeben, gleichzeitig aber vor Schmutz, Steinen oder Dornen schützen.

Zurück zum natürlichen Laufstil

Das natürliche Barfußlaufen besteht aus einer ständigen Folge von An- und Entspannung - bei jedem Schritt! Das Barfußlaufen erfolgt, indem möglichst mit der ganzen, flachen Fußsohle (geräuscharm) aufgesetzt wird, das Abdrücken mit den Zehen (und nicht mit dem Vorfuß) erfolgt, das Knie ganz durchgedrückt wird (dabei entspannt kurzfristig die gesamte Muskulatur), der Fuß durchschwingt (und damit auch die Achillessehne entspannt) und erneut mit dem anderen, flachen Fuß aufgesetzt wird. Diesen Laufstil können Sie sehr gut bei Sprintern beobachten, die sich nicht den Luxus erlauben, den Körper beim Laufen auch nur einen Millimeter nach oben zu beschleunigen. Hierdurch sparen Sie den erheblichen Kraftaufwand, den Sie bisher für die "Hüpftechnik" aufgewandt haben. Durch den engeren Bodenkontakt werden Sie zudem deutlich schneller und ausdauernder, laufen schmerz- und verletzungsfrei, soweit kein einschränkender, pathologischer Befund vorliegt.
Wer barfuß joggen möchte, sollte mit kurzen Strecken und einem sehr gemäßigtem Tempo anfangen. Erst müssen sich Muskulatur, Bänder und Sehnen wieder an die neuen Aufgaben gewöhnen, bevor sie ihre volle Leistungsfähigkeit entfalten können. Auch wird sich in den ersten Tagen und Wochen Muskelkater einstellen, der aber immer ein gutes Zeichen ist.